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Offene Türen in der Musikschule

Zum jährlichen TREFFPUNKT MUSIKSCHULE lädt die Musikschule der Stadt Rottweil am Samstag, 3. Juli ein.

Von 10 bis 13 Uhr bieten die Fachlehrer in allen Unterrichtsräumen der Musikschule, Hochmaiengasse 16, umfassende Informationen und Beratung für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern. Auch erwachsene Interessenten, die ein Musikinstrument erlernen oder eine früher einmal begonnene Ausbildung wieder aufnehmen wollen, sind herzlich willkommen. Alle Instrumente können vor Ort unter der fachkundigen Anleitung der Lehrkräfte ausprobiert werden - eine hervorragende Entscheidungshilfe bei der Wahl des zukünftigen Instruments, die man sich nicht entgehen lassen sollte.  

Kleinkinder, Vorschulkinder und ihre Eltern können die elementare Musikausbildung der Musikschule bei einer Mitmachstunde um 11:00 Uhr kennenlernen. In der Geschäftsstelle erhalten Sie Auskunft über alle Ausbildungswege und die Anmeldemöglichkeiten.

Bereits am Vormittag geben auch die Ensembles der Musikschule zur besten Marktzeit Uhr erste Kostproben ihres Könnens. Am Schwarzen Tor musizieren ab 10 Uhr das Gitarrenensemble, das Celloquartett und das Querflötenensemble. Zum Abschluss  gibt es eine Auswahl beliebter Popsongs mit Gitarren und Gesang.
In der Hochmaiengasse tritt ab 10 Uhr das Querflötenensemble auf, gefolgt vom Hornensemble und dem Blechbläserensemble.

Ab 13 Uhr geht’s dann im Musikschulgarten mit Live-Musik weiter – wegen des WM-Spiels dieses Jahr allerdings nur bis 15:30 Uhr. Nach der Eröffnung mit dem gemeinsamen Bläserspielkreis der Musikschule und der Bläserschule der Stadtkapelle schließt sich mit verschiedenen Streicher- und Bläserformationen ein bunter Querschnitt aus dem vielfältigen Repertoire der Musiziergruppen der Musikschule an.
Für eine gemütliche, familiäre Atmosphäre und das leibliche Wohl sorgen derweil der Elternbeirat und seine Helfer. Mit Kaffee und Kuchen, sowie heißen Grillwürsten und kühlen Getränken dürfen sich alle kleinen und großen Besuchern auch in diesem Jahr verwöhnen lassen.

Preisträgerehrung in der Kreissparkasse Rottweil

Sarah Hahn erspielte beim Bundeswettbewerb in Lübeck einen 2. Preis

Förderpreis „Die Meistergeige“ und Ehrungen für erfolgreiche Nachwuchsmusiker
Zum Abschluss des diesjährigen Wettbewerbs „Jugend musiziert“  ehren am Freitag, den 18. Juni 2010 um 18 Uhr Oberbürgermeister Ralf Broß, der Stv. Vorstand der Kreissparkasse Rottweil Roland Eckhardt, sowie Musikschulleiterin Gabriele Hammen die Preisträger aus der Rottweil Musikschule. Im Rahmen der öffentlichen Feierstunde im Neubau-Foyer der Kreissparkasse Rottweil, Königstr. 44, verleiht die Kreissparkasse in diesem Jahr auch wieder ihren Förderpreis „Die Meistergeige“, ein hochwertiges Instrument, das für jeweils drei Jahre in den Besitz eines preisgekrönten Teilnehmers des Solowettbewerbs Violine wechselt. Musikalisch gestaltet wird der Festakt von den erfolgreichen Nachwuchstalenten, sie bringen die schönsten Stücke aus ihrem Wettbewerbs­programm zu Gehör.

 

 

 

 

Konzert der Windphonics am Samstag, 12. Juni 2010, 20.00 Uhr in der Stadthalle Rottweil

Intensiv wurde in den Pfingstferien im Musikpavillon der Konrad-Witz-Schule geprobt

Windphonics begeistert gefeiert
Standing Ovations am Ende und das mit gutem Recht: Im fünften Jahr seines Bestehens hat „Windphonics“, das sinfonische Jugendblasorchester der Region, mit einem fulminanten Konzert wieder einmal unter Beweis gestellt, dass es durchaus den Vergleich mit den Spitzenorchestern dieses Genres nicht zu scheuen braucht. Dabei darf in Erinnerung gerufen werden, dass Windphonics ein Projektorchester der Rottweiler Musikschule ist, das zwar über einen Stamm an bewährten jungen Musikerinnen und Musiker verfügt, aber auch einer gewissen Fluktuation unterworfen ist. Dessen ungeachtet gelingt es Windphonics, das künstlerische Niveau von Jahr zu Jahr zu steigern. Sein guter Ruf reicht schon jetzt weit über die Grenzen der Region. Auf Konzertreisen nach Italien und China wurden sie gefeiert und eine Einladung zu einer Begegnung mit brasilianischen Jugendorchestern liegt auf dem Tisch.

Was ist das nun das Rezept dieses Erfolgs? Es sind 60 begabte, hoch motivierte und leistungsbereite Bläser aus der Musikschule, aus Vereinen und von den umliegenden Musikhochschulen, die die Pfingstferien nutzen, um in mühevoller und akribischer Arbeit ein neues Programm einzustudieren. Sie zeichnen sich durch konzentrierte Ernsthaftigkeit aus ebenso wie durch Leichtigkeit und Begeisterung. Sie besitzen Entdeckungsfreude und lassen sich auf Neues ein. Sie haben in Robert Kopf einen wahren, geduldigen, aber auch „gnadenlos“ fordernden Orchesterpädagogen als Dirigenten, dem sie bereitwillig bis an die Grenzen der physischen Belastbarkeit folgen. Sie ringen um die rechte Dynamik, Phrasierung und Artikulation. Sie legen in den Proben sozusagen jeden Ton auf die Waagschale. So durften sich an diesem Abend die aufmerksamen Zuhörer in der fast gefüllten neuen Stadthalle an dem Reichtum an Klangfarben, an einer ausgeprägten rhythmischen Präzision und an der Lust des Orchesters erfreuen, den anspruchsvollen Partituren unerhörte, gewöhnlich gern überspielte Details zu entlocken. Jedes Stück wurde zu einer spannenden Reise in die Welt der Musik.

Das Programm – ein Wechselbad der Stile und der Emotionen. Die pathetisch-festliche Eröffnung mit dem „Festlichen Marsch“ von Antonin Dvorak und „Golden Jubilee“ von Alfred Reed, letzteres mit perlenden Holzbläsergirlanden und schönen Soli von Trompete, Saxofon und Klarinette. Dann ein Bravourstück für die Hörner, die „American Overture“ von Joseph Willcox Jenkins, deren mit großer Geste eröffnender Oktavsprung selten so präzise zu hören ist. Und noch vor der Pause das Highlight des Abends, „Cloudburst“ aus der Feder des amerikanischen Chor-Spezialisten Eric Whitacre. Die Noten enthalten Kompositionselemente der neuen Musik, die Bläser müssen auch mal singen, flüstern oder mit den Fingern schnippen, um zusammen mit dem Schlagwerk im Foyer eine wahrhaft beeindruckende Illusion eines Gewitterregens mit Blitz und Donner zu erzeugen.

Nach der Pause standen dann Coplands „Fanfare For The Common Men“, eine sehr klare, durchsichtige, deshalb auch heikle Komposition für Blechbläser und Schlagwerk, ein Pop-Medley von Blood, Sweat and Tears mit druckvollem Bigband-Sound sowie der durch den Bassisten Jaco Pastorius berühmt gewordene Funk-Klassiker „The Chicken“ auf dem Programm. Und nicht zuletzt glänzten die Holzbläser in dem virtuosen und filigranen Figurenwerk bei „Molly On The Shore“ von Percy Aldridge Grainger mit disziplinierter Spielfreude und einmal mehr genoss man im abschließenden Ungarischen Marsch aus „Faust’s Verdammnis“ von Hector Berlioz das ausgewogene und warme Timbre der Blechbläser. Wie gesagt: Standing Ovations am Ende und drei Zugaben für das Versprechen, dass man sich im nächsten Jahr wieder sieht und hört.

Michael Bayer

Wir bedanken uns herzlich bei unseren diesjährigen Hauptsponsoren, der Anwaltskanzlei Hirt + Teufel und der Kreissparkasse Rottweil für ihre großzügige Unterstützung!